Die
Bienen und die Pflanzen, vor allem viele Bäume, haben
sich über Jahrmillionen fein aufeinander eingestimmt
und eine enge Partnerschaftliche Beziehung entwickelt. So
wird durch die Biene, die blütentreu ist, der Fortbestand
dieser Pflanzen gewährleistet. Blütentreu bedeutet,
dass die Biene bevorzugt solange ein und dieselbe Blütenart
befliegen, wie sie dort Nektar findet.
Aber der Wald bietet der Biene noch viel mehr, denn sie findet dort auch Blütenpollen und Propolis - das Kittharz der Bäume, dass zur Reinhaltung des Bienenstocks verwendet und das ein natürliches Antibiotikum ist.
Bis in den Spätsommer hinein sammeln die Bienen von den Blättern, Nadeln und anderer Pflanzenteile kleinste Honigtautröpfchen sowie den Nektar von blühenden Waldblumen. Daraus bereiten Sie einen dunklen, kräftigen Waldhonig mit leicht harziger Note. Diese charakterstarke Honigspezialität entsteht in den weitläufigen, tiefgrünen Hochwäldern und ausgedehnten Forstgebieten in Süddeutschland.
Wir
Deutschen haben seit jeher eine besondere Beziehung zu unserem
Wald. In ihm finden wir Erholung, Ausgleich und Inspiration.
Sein tiefes Grün beruhigt uns, seine Stille lässt
uns den Lärm vergessen. Der Wald ist ein wichtiges und
sensibles Ökosystem, das in Schichten aufgebaut ist.
Das Dach bilden die hohen Bäume, darunter gedeihen zahlreiche
kleinere Gehölze und Sträucher. Am Boden haben Walbeerbüsche,
Blumen und Farne angesiedelt. Der Artenreichtum in einem gesunden
Wald ist ein unschätzbarer Genpool der Biodiversität.
Der Wald aber wird auch von den Imkern genutzt und von Forstwirten bewirtschaftet. Ökologisch gesehen ist er bei optimaler Ressourcenausnutzung das produktivste Landökosystem. Gleich nach den Ozeanen hat er einen wichtigen Einfluss auf das globale Klima, weil er den Kohlendioxidgehalt in der Luft senkt und den für uns lebenswichtigen Sauerstoff produziert.
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