Die
Landschaft entlang der Elbe und Mulde ist geprägt von
Altwässern und Flutrinnen, von Auenwiesen und dem größten
zusammenhängenden Auenwald Mitteleuropas. Das Biosphärenreservat
Mittlere Elbe ist mit einer Fläche von 43.000 ha das
größte Schutzgebiet in Sachsen-Anhalt. Zahlreiche
Wasser- und Kleinvogelarten, Biber, Amphibien, Fische und
Insekten haben im Reservat ihren Lebensraum. Hier wachsen
unter anderem Wildobstarten, Feldahorn, Sibirische Schwertlilie,
Wassernuß, Schwimmfarn und Nixkraut.
Von den gelb leuchtenden Rapsblüten mit ihrem betörenden Duft werden die Bienen magisch angezogen. Schon die Germanen wussten um die Bedeutung dieser wertvollen Trachtpflanze. Dieser mildaromatische, feinfruchtige Honig stammt aus dem Saaletal angrenzend an das Biosphärenreservat Mittlere Elbe.
Der Raps ist eine in der Landwirtschaft sehr beliebte Nutzpflanze und gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse, zu der auch Senf und Kohl zählen. Doch auch für die Bienen und der Entwicklung des Bienenvolkes im Frühjahr ist sie eine wichtige Trachtpflanze, da sie reichlich Nektar und Pollen spendet. Seit vielen Jahrhunderten gehört sie zu den wichtigsten Ölpflanzen Europas, das Rapsöl ist ernährungsphysiologisch sehr wertvoll.
Die
Landschaft südöstlich von Magdeburg mit den beschaulichen
Städtchen Köthen, Berneburg und Dessau, wo ganz
in der Nähe die Saale in die Elbe mündet, ist fruchtbar
und weitläufig. Sanft fließen die Flüsse,
Radwanderwege und Kanufahrten laden zur Entspannung ein: Orte
zum Durchatmen.
Doch ist Köthen ist auch ein geschichtsträchtiger Ort. Im Jahre 1717 holte Fürst Leopold Johann Sebastian Bach als Hofkapellmeister nach Köthen. In den darauf folgenden Jahren entstanden Ouvertüren, Kantaten, bedeutende Kammermusikwerke, Konzerte für Violine und die „Brandenburgischen Konzerte“. Ab 1821 kam Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, als Herzoglicher Leibarzt nach Köthen, wo ihm Herzog Heinrich das Recht auf Verfertigung eigener Arzeneien und Selbstdispensierung erteilte.
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