Wenn
die lichten Scheinakazien im Frühjahr ihr Hochzeitskleid
tragen und mit üppigen weißen Blütenrispen
einen zauberhaften Duft verströmen, dann ist dieses Naturschauspiel
ein Fest für die Bienen. Im ganzen Wald summt es, die
fleißigen Immen sammeln den lieblichen Nektar und bereiten
daraus einen äußerst feinen, dezenten und klaren
Honigtraum mit goldig leuchtender Aura.
Der Naturpark Märkische Schweiz erstreckt sich auf einer
Fläche von etwas über 200 km² und liegt mitten
im Herzen Brandenburgs, etwa 60 km östlich von Berlin.
Etwa 50 % des Gebiets sind bewaldet. Die staatlichen Förstereien
sorgen dafür, dass Schritt für Schritt wieder ein
vielschichtiger Laub- und Mischwald entsteht. Dabei spielt
die Naturverjüngung heimischer Baumarten eine große
Rolle. Neben Rotbuchen, Traubeneichen und Kiefern sind auch
verschiedene Au- und Bruchgehölze hier beheimatet.

Die Robinie (Scheinakazie) stammt ursprünglich aus Nordamerika
und wurde ab 1670 zu erst in Schlossgärten, Parkanlagen
und Alleen der Städte angesiedelt. Aufgrund der ausgesprochenen
Pionierfähigkeit, wird der anspruchlose Baum gern zur
Waldregeneration in Gebieten eingesetzt, die jahrhunderte
lang intensiv durch Holzeinschlag genutzt wurden. Darüber
hinaus ist sein Holz widerstandsfähig gegen die Holzfäule,
gleichzeitig biegsam und sehr fest: also ein ideales Holz
für den Schiffbau und die Möbeltischlerei.
Fast die gesamte Fläche des Naturparks Märkische
Schweiz um den malerischen Kneipp-Kurort Buckow ist gleichermaßen
auch europäisches Vogelschutzgebiet. Bis zu 40.000 Saat-
und Blassgänse nutzen diese Region auf ihrem Vogelzug.
Kristallklare Seen und stolze 150 km Wanderwege, von denen
einige schon Theodor Fontane bekannt waren, laden zum regenerieren
und durchatmen ein.
Erntekalender
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