Die Imkerei leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung einer intakten und vielfältigen Natur, denn 80 % aller Blütenpflanzen auf unserer Welt sind auf Bestäubung durch Insekten, insbesondere auf die Honigbiene angewiesen. Blütenpflanzen und Bienen haben sich über Jahrmillionen aufeinander eingestimmt und eine enge partnerschaftliche Beziehung entwickelt. So wird durch die Biene, die blütentreu ist, der Fortbestand dieser Pflanzen gewährleistet.
Darüber hinaus profitiert die gesamte Landwirtschaft von der Bestäubungsleistung der Bienen. Allein der Ertrag im Obst- und Samenanbau übersteigt den Wert des Honigs um das 10fache. Sogar bei den selbstfruchtbaren Pflanzen, wie z. B. Raps, können Erntesteigerungen von 20 – 30 % durch die Arbeit der fleißigen Bienen erreicht werden.
Doch die Bienen haben es schwer, in unserer Agrarkultur ausreichend Nektar und Pollen zu finden. Es gibt nur noch sehr wenige Regionen, in denen die Bienen ohne Wanderung das ganze Jahr über ausreichend Nahrung finden. Oft werden die Wiesen und sogar Feldraine, Deiche, Wege- und Straßenränder sehr zeitig, d. h. noch vor der Blüte gemäht. Als Feldfrucht ist nur der Raps oder später die Phacelia eine gute Bienenweide. Einige moderne Züchtungen von Sonnenblumen spenden schon gar keinen Nektar mehr. Kornblumen, Klatschmohn, Klee- und Brachwiesen sind selten geworden. Da wir Erwerbsimker nur durch eine größere Anzahl an Bienenvölkern unsere eigene Existenz sicheren können, wandern wir mit unseren Bienen in die verschiedenen Trachtgebiete.
Für
kleinere Hobbyimker mit 6 bis 10 Bienenvölkern hingegen reicht
die Natur in der unmittelbaren Umgebung aus. Sie brauchen nicht
zu wandern und sichern dadurch eine reichliche Ernte von Äpfeln,
Kirschen und Pflaumen im eigenen und auch in Nachbars Garten.
An dieser Stelle möchten wir aber gerne auch noch einmal über unseren deutschen „Tellerrand“ hinaus blicken. So ist die Imkerei in jedem Land dieser Erde wichtig. Die Pflanzen in der jeweils dort beheimateten Pflanzenwelt – egal ob es nur ein unzugänglicher Urwald, eine Bergwiese oder eine andere blühende Landschaft ist – sind von der Bestäubung abhängig, nur so kann die Biodiversität erhalten werden.
Fazit: Bio-Imkerei ist aktiver Umweltschutz!
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