Im
Vordergrund stehen für uns die naturnahe und artgerechte Bienenhaltung
und die sorgfältigen Auswahl der Trachtgebiete und Trachtpflanzen.
Nur sorgfältig geerntete, reife Honige werden schonend und
Wert erhaltend aufbereitet bzw. abgefüllt werden.
Die folgende Aufzählung gibt einen kurzen Überblick über
die zentralen Punkte in den Bioland-Richtlinen:
- Die Reinheit des Wachses als Grundlage der Imkerei.
- Eine sorgfältige Auswahl des Standortes der Bienenvölker.
- Ein respektvoller Umgang mit den Bienen.
- Konsequentes ökologisches Handeln.
- Die Auswahl von natürlichen Materialien zum Beutenbau sowie
schadstofffreie Anstrichfarben.
- Lebensmittelechtes Material und Geräte bei der Ernte und
Verarbeitung.
- Eine vorbeugende Krankheitsvorsorge bei Behandlung von Bienenkrankzeiten sowie der Verzicht auf chemisch-synthetische Mittel.
- Hohe Anforderungen an Qualität, Geschmack und Naturbelassenheit.
Die imkerliche Arbeit ist in Deutschland aufgrund der klimatischeren
Bedingungen, im speziellen in regenreichen kühleren Frühjahren,
mit unter sehr schwierig. Deshalb kann dem Konzept, nach dem die
Imkerei aufgebaut ist, besondere Bedeutung beigemessen werden. Es
verbindet wichtige praktische Elemente der imkerlichen Arbeit mit
den Vorteilen für die Biene und den Aufbau ihres Staates, so
dass gute Ernteergebnisse auch unter nachteiligen äußeren
Einflüssen erzielt werden können. Damit die Wanderung
zu den einzelnen Trachtgebieten möglichst reibungslos, schnell
und mit wenig Arbeit zu verrichten ist, haben wir ein spezielles
Beuten-Paletten-System konzipiert.
Vorteile des Beutesystems:
- Minimierung des Wärmeverlustes im Winter,
- Völker wärmen sich gegenseitig,
- Gute Lüftung im Sommer und während des Transports
- Schonender und möglichst stressfreier Transport der Bienen
- Schnelles Be- und Entladen des LKWs möglich.

Ein
weiterer, sehr wichtiger Punkt ist die Königinnenzucht. Denn
nur durch gesunde, starke und vitale Königinnen, wird auch
das Bienenvolk stark und widerstandfähig. Nach sorgfältiger
Beobachtung und Auswahl der besten Völker züchten wir
aus diesen unsere eigenen Königinnen. Neben der Begattung auf
unserem Bienenstand, bringen wir einen Teil der Jungköniginnen
auch auf anerkannte Belegstellen auf den deutschen Nordseeinseln.
Darüber hinaus kommt der Krankheitsvorsorge eine besondere
Bedeutung bei. Während der Tracht ist es wichtig, die Völker
genau zu beobachten, regelmäßig zu kontrollieren und
erste Anzeichen, z. b. eines hohen Befalls mit der Varroamilbe,
frühzeitig zu erkennen.
Erst nachdem der Honig geerntete wurde, d. h. nach der Tracht zum
Beginn des Winters dürfen wir eine vorbeugende Behandlung mit
organischen Säuren durchführen. Erlaubt sind nur Säuren,
die auch in der Natur vorkommen, wie z. B. Ameisensäure, Milchsäure
und Oxalsäure. Als weiterführende Literatur möchten
wir an dieser Stelle das Buch „Ökologisch Imkern“
von Frau Dr. Claudia Bentzien, erschienen im Kosmos-Verlag, empfehlen.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass bei einer guten Hygiene im Bienenstock
und gerade durch die biologischen Behandlungsmethoden die Bienengesundheit
gut und dauerhaft aufrecht gehalten werden kann.
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