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Honigwarenkunde

 

Sonnentracht ImkereiWir möchten die Honigwarenkunde gerne mit einer kleinen Zeitreise durch die Honiggeschichte einleiten. Die ältesten Zeugnisse der Menschheit in Bezug auf die Verwendung von Honig als Nahrungsmittel stammen aus der mittleren Steinzeit (16.000 - 10.000 Jahre vor Christi Geburt). In den Höhlen von Las Aranas in der Nähe von Valencia in Spanien zeugen Felsmalereien noch heute von dem "Abenteuer Honigernte". Die Cro-Magnon-Menschen verstanden es damals schon, den Wildbienen einen Teil ihres kostbaren Schatzes zu entnehmen.

Auch die Griechen wussten um den besonderen Stellenwert des Honigs. "Aristäus Inventor Mellis", der Gott der Bauern, war auch gleichzeitig der Meister der Bienenzucht. So finden sich Wurzeln der Imkerei auch bis ins klassische Altertum Griechenlands.

Ein Querschnitt durch alle Völker und Regionen zeigt den außerordentlich hohen Stellenwert des Honigs. So war die germanische Schutzgöttin des Honigs die Demeter und die Vertreter auf Erden brauten, besangen und lobten den Met als Jungbrunnen. Die Ägypter trugen die Biene z. B. als Wappentier, aus der Keilschrift der Sumerer lassen sich alte Rezepte zur Verfeinerung von Honigbier zusammensetzen, aber auch die Perser und die Schamanen der Indianervölker wussten um die besondere Bedeutung des Honigs.

Bis in die heutige Zeit hinein wird in Süddeutschland und in Österreich der Heilige Ambrosius, als Schutzpatron der Imker verehrt. Sogar ein Papst (Urban V.) integrierte die Biene in seine Insignien und auch im Wappen der Familie Buonaparte wurde sie zu einem festen Symbol.

Da Honig in allen Kulturen der Welt sehr wertvoll war, haben sich die Menschen mehr und mehr damit auseinandergesetzt, den Bienen eine geeignete Bienenwohnung zur Verfügung zu stellen. Aus der Natur entlehnt, bestanden die ersten Beuten also aus hohlen Baumstämmen.

Eine Erweiterung dieser Methode stellten die so genannten Klotzbauten dar. Das waren ebenfalls ausgehöhlte Baumstämme, die seitlich mit Brettern versehen waren. So konnte die Beute geöffnet und wieder verschlossen werden konnten.

Im nächsten Schritt wurden die Stülper, d. h. die aus Stroh, Binsen oder Weiden geflochtenen Bienenkörbe, entwickelt. Sie hatten den Vorteil, dass sie flexibler und leichter zu transportieren waren.

Doch der entscheidende Meilenstein zur modernen Imkerei wurde erst mit der Erfindung der herausnehmbaren Waben vollzogen. Der Imker könnte so mit Hilfe der Holzrähmchen das erste Mal den Honig gewinnen, ohne den Bienenstock zu zerstören bzw. zu beschädigen. Als vorteilhaft erwies sich mit dieser Methode auch das frühzeitige Erkennen eines Krankheitsbefalls oder die Suche nach der Königin.

BienenbeuteBeuteBeute

 

 

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