Aus eigener Erfahrung wissen wir um die Besonderheiten der naturnahen
Bienenhaltung und um die Bedeutung der imkerlichen Arbeitsweise
in Bezug auf die Qualität aller Erzeugnisse aus dem Bienenstock.
Betrachten wir die Biene aus der Sicht ihrer Evolution, so bleibt
festzustellen, dass sie weitestgehend ein Wildtier geblieben ist.
Unsere imkerliche Aufgabe besteht vor allem darin, dem eigenständigen
und hoch organisierten Bienenvolk eine möglichst natürliche
‚Bienenwohnung' und ausreichend geeignete Trachtquellen zur
Verfügung zustellen.
Folgende Merkmale zeichnen die biologische Bienenhaltung
aus:
- Reinheit des Wachses
Das Bienenwachs ist ein einmaliger Baustoff, geschaffen aus der
Natur für die Kinderstube der Bienen und zur Aufbewahrung
des ihrer wichtigen Güter: Honig und Blütenpollen. Die
Reinhaltung des Wachses, der schonende Umgang mit ihm im Rohstoffkreislauf
und der Naturwabenbau sind fest verankert in unserer Arbeitsweise.
- Krankheitsvorsorge hat Priorität vor Behandlung
Seit die Varroamilbe aus Asien in Europa eingeschleppt wurde,
sind die Bienenvölker auf imkerliche Schutzmaßnahmen
angewiesen. Da sich dieser größte Parasit der Bienen vor allem in der stachellosen Brut der Drohnen
besonders stark vermehrt, wird der Wabenbau hier besonders gut
kontrolliert. Bei einem starken Befall behandeln die Bioimker
ihre Bienen in der Zeit, in der kein Honig gesammelt wird, voe allem im Winter, ausschließlich
mit organischen Säuren, die auch natürlich im Honig
und in der Umwelt der Bienen vorkommen. Chemisch-synthetische
Medikamente sind aufgrund der Gefahr der Rückstandsbildung
im Wachs und im Honig nicht zugelassen.
Auch bei der Wachsmottenbekämpfung setzten wir keine chemotherapeutischen
Mittel ein, sondern weichen auf thermische Verfahren oder biologische
Präparate zurück.
Sogar bei der Wahl der Hilfsmittel, wie z. B. zur Beruhigung der
Bienen während der Kontrollen ist nur Rauch erlaubt. Synthetische
Stoffe wie Benzaldehyde oder Sprays sind verboten.
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Sorgfalt bei der Standortwahl der Bienenvölker
Da wir den Bienen nur schwerlich vorschreiben können, wohin
sie fliegen dürfen, ist eine geeignete Standortwahl von besonderer
Bedeutung. Dabei versuchen wir Industriegebiete und konventionelle
Intensivkulturen zu meiden und bevorzugen naturnahe, gesunde Regionen.
- Respektvoller Umgang mit den Bienen
Das Bienenvolk kann im Grunde genommen als ein einziger zusammenhängender
Organismus betrachtet werden, in der die Königin und jede
einzelne Biene und Drohne ihre Teilaufgabe besitzt. Nur in dieser
engen Gemeinschaft wachsen sie und sind stark. Im Umgang mit der
Bienenkönigin vermeiden wir, ihr die Flügel zu beschneiden.
Diese Praktik wird mit unter in der konventionellen Imkerei vorgekommen,
um das Schwärmen zur vermeiden. Ebenfalls ist für
uns Bioimker nur in Ausnahmesituationen eine künstliche Besamung
der Königin zu züchterischen zwecken möglich.
Für die Überwinterung belassen wir den Bienen einen
Teil ihres Honigs, der eine Zufütterung mit Biozucker ergänzt
werden kann.
- Konsequentes ökologisches Handeln
Die Beuten werden aus natürlichem Material wie Holz, Stroh
oder Lehm gefertigt, die ausschließlich mit Naturfarben
als Wetterschutz behandelt werden dürfen. Die Reinigung der
Rähmchen und die Hygiene im Bienenstock werden ausschließlich
über thermische oder natürliche Substanzen gewährleistet.
Der bewusste und nachhaltige Umgang mit den uns zur Verfügung
stehenden Ressourcen steht im Mittelpunkt der biologischen Denk-
und Handlungsweise.
Das Ergebnis sind naturbelassene Qualitätshonige,
rein und unverfälscht im Geschmack!
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